Die Finanzmathematik

Die Finanzmathematik gehört zur angewandten Mathematik. Mit der Hilfe der Finanzmathematik können zukünftige oder vergangene Zahlungsströme, beispielsweise im Bank- und Kreditwesen, bewertet werden.

Wesentlich in der Finanzmathematik sind vor allem das Kapital, der Zinssatz, die Zinsperiode, die Laufzeit, die Tilgungsrate und die Restschuld.

Das Kapital beschreibt einen Geldbetrag, der investiert oder jemandem, z.B. in Form eines Kredits, überlassen wird. Der Zins bzw. der Zinssatz ist der Preis für die Überlassung und wirtschaftliche Nutzung des Kapitals. Die Laufzeit beschreibt die Zeitdauer der Überlassung des Kapitals.

Der Zinssatz bezieht sich auf eine Zinsperiode, z.B. bezieht sich der Jahreszinssatz auf ein Jahr als Zinsperiode. Die Tilgungsrate ist eine Zahlung, die bei Krediten zur Reduktion der Schuld bezahlt wird. Die Restschuld ist die verbliebene Schuld bei Krediten, z.B. am Ende einer Zinsperiode.

Ebenfalls von Bedeutung sind oft auch die Zinseszinsen, der Termin der Zins- und Tilgungszahlungen und die verwendete Bezugsgröße für die Errechnung der Zinsen.

Bei der linearen Verzinsung wird ohne Zinseszinsen gerechnet, während die Verzinsung mit Zinseszinsen diese berücksichtigt.

Der Barwert ist der Wert zukünftiger Zahlungen in der Gegenwart und der Endwert sein Gegenstück.

Die ewige Rente besteht aus unendlich vielen gleichbleibenden Zahlungen, ohne dass das Anfangskapital verbraucht wird.

Bei einer unterjährigen Verzinsung , mehrmalige Verzinsung pro Jahr, kann zwischen dem relativen Zinssatz oder dem konformen Zinssatz unterschieden werden.

Bei dem Annuitätendarlehen bleibt die Höhe der Annuität gleich, während bei der Ratentilgung die Tilgungsrate gleich bleibt.